Jan Steinert

1967 – 2026

„Hallo, ihr Lieben …

… nun wird ein neues Kapitel aufgeschlagen!“, waren Jans Grußworte an dieser Stelle.

Diesen Satz wollen wir in Gedenken an Jan zitieren, der im Frühjahr 2026 verstorben ist.

Für mehrere Monde wird hier eine Auswahl von Jans kreativem Vermächtnis in Form von Musik, Film und Fotografie gezeigt.

Jan ruht auf dem Waldfriedhof Groß-Umstadt an den Wurzeln des Baumes 28.

Sylke und Insa (Jans Schwestern) bedanken sich für das großartige Mitgefühl. ❤️

About Jan

Im Odenwald unterwegs, der Eintracht einen Hit vermacht, die Welt durch die Kameralinse beäugt. Und immer wieder Musik …

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Was ging im Odenwald?

Jan zeigt euch die Orte in der Region, die ihn in den Achtzigern und Neunzigern maßgeblich geprägt haben. Wo er und seine Buddies sich rumgetrieben, gefeiert, gechillt oder Musik gemacht und gehört haben. Warum er das getan hat? Weil ihn Thomas von „Endlich! Gutes.“ gefragt hat.

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Das Projekt
„Jan Th. Steinert“

Eintracht-Fans werden sich an »Tore und die Chef Kolter Band« sowie an die Songs »Eintracht« und »Riederwald« erinnern. Chef Kolter hat bei Thomas von „Endlich! Gutes.“ die Maske, respektive die Decke, fallen gelassen und seine wahre Identität offenbart.

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Grenzunterschreitende
Standortbestimmung

Gitarrist, Sänger, Texter, Künstler. Punk- und Alternativbands. Fotograf und Kameramann. Frankfurt, Ober-Roden, Groß-Umstadt. Kellerstudio bei Reiner Dörr in Hering. Kreuz und quer durch Jans Leben geht’s im Interview bei „Standort! – Das grenzunterschreitende Musikmagazin“.

Film

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Dollar Dummies

Die Videos der Dollar Dummies

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Jan Th. Steinert

Die Shorts zum Jan Th. Steinert Project

Musik

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Tore & die Chef Kolter Band

Eintracht, Riederwald, Wenn die Sonne scheint

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Dollar Dummies

Mir doch egal, Jugendliebe, The Real Punk, Rock it like Rick did, 1 Two … incl. Remixes

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Jan Th. Steinert

Alles, Blue, Boom Boom Baker Baby, Finally We Made It, Hildegard, Life As A Misunderstanding, Nice Way, Schöner Tag, Sentimental Journey, Stronger, The Grand TV Jingle

nachruf

von Raffaela Segarra, veröffentlicht auf Facebook

Jan Steinert war einer der warmherzigsten, sensibelsten und intelligentesten Menschen, mit denen ich je die Ehre hatte, zusammenzuarbeiten. Dass er nun nicht mehr unter uns ist, wird alle, die ihn kannten, sehr traurig stimmen.

Wir lernten uns 2004 kennen. Ab dann hielt er drei Jahre lang die Kamera auf mich. Ich moderierte beim HR-Fernsehen eine Musikshow namens „Newcomer TV“. Er war dort ein wesentlicher und tragender Bestandteil des Teams hinter den Kulissen. Jedes Wochenende fuhren wir hunderte Kilometer durch Deutschland. Es war eine wilde Zeit.

Wir fuhren von einem Festival zum anderen. Open Flair, Taubertal, Rock am Ring und viele mehr. Wir interviewten Bands, schauten uns unzählige Konzerte an. Er drehte mit Leidenschaft und immer positiver Energie. Wenn man Jan um sich hatte, fühlte man sich sicher.

Doch was mir am meisten in Erinnerung bleibt, sind die Hin- und Rückfahrten. Das Budget reichte damals nicht für teure Hotels, also fuhren wir oft spät in der Nacht nach den Drehs zurück nach Frankfurt. Hinten wurde irgendwann geschnarcht. Jan fuhr, ich saß auf dem Beifahrersitz. Und wir redeten stundenlang bis in die Morgenstunden. Jan hat damals einiges mit mir geteilt, aber als ich vor ein paar Tagen von seinem plötzlichen Tod erfuhr, merkte ich, wieviel es noch über ihn zu erfahren gab.

Ich bin auf ein Interview gestoßen, das er vor rund zwei Jahren gegeben hat, geführt vom lieben Sepp‘l Niemeyer, auch er ein alter Wegbegleiter aus der Zeit damals. Das Interview zeigt einen junggebliebenen Jan mit derselben ruhigen und freundlichen Ausstrahlung, für die ich ihn immer so sehr geschätzt habe. Es ist ein ausführliches Gespräch, in dem er seinen knaller Werdegang schildert:

Wie er in den 80ern und 90ern als Frontman verschiedener Bands unterwegs war, dass er ein Haus besetzt hat und dass die Eintrachthymnen seiner Band „Die Chef Kolter Band“ regelmäßig im Stadion liefen. „Stell am Riederwald schoma nen Schoppe kalt“ sang er da.

Das sind Dinge, die er mir nie erzählt hat. Zu bescheiden war er, um sich selbst als Künstler in den Vordergrund zu stellen. Der Raum wurde immer den anderen überlassen. Den Menschen auf der Bühne, die er filmte. Den Bauern bei der Spargelernte, die er alljährlich für verschiedene HR-Formate mit der Kamera einfing. Oder auch mir.

In den letzten Jahren konnte Jan den Beruf des Kameramanns nicht mehr ausüben. Und es war für mich so tröstlich, dann in dem Interview zu sehen, wie sehr er zur Musik und Kunst, auch zur Fotografie, zurückgefunden hatte. Zum Zeitpunkt der Releases seiner neuen Songs meldete er sich bei mir und fragte um Rat, wie man denn heutzutage seine Musik promoten soll. Wir haben lange telefoniert. Aber rückblickend denke ich, ich hätte mehr tun müssen.

Deshalb möchte ich diesen Moment hier nutzen, um ihn euch als Künstler vorzustellen. Hier ist eines seiner letzten Lieder.  Es heißt „Schöner Tag“.

Mit dir, Jan, war es immer schön.
Danke dafür.

Raffaela